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Neue Umgebung, alte Konflikte – warum unsere Muster immer mitreisen

Kennst Du das auch? Im Job gerätst Du regelmäßig mit ähnlichen Kolleg:innen aneinander. In Freundschaften fühlst Du Dich häufig nicht wirklich gesehen. In Beziehungen tauchen nach einiger Zeit Konflikte auf, die sich irgendwie immer gleich anfühlen. Die Personen wechseln – und Du hängst in alten Mustern fest!

Was macht das mit Dir?

Eigentlich Kleinigkeit, die Du weg atmen könntest. Trotzdem nagt es an Dir: Du fühlst Dich übergangen, nicht gesehen, oder nicht wertgeschätzt. Du sagst nichts dazu, lässt Dir Deine Enttäuschung nicht anmerken und spielst das Spiel freundlich lächelnd mit. Immer mehr von diesen Kleinigkeiten häufen sich an und irgendwann bist Du nicht nur enttäuscht, sondern wütend und zwar so richtig.

Was kannst Du tun?

Du kannst natürlich so richtig aus der Haut fahren und Deinem gegenüber mal so richtig die Meinung geigen. Tut ja manchmal auch ganz gut… Hat das in der Vergangenheit was gebracht? Wahrscheinlich viel verbrannte Erde. Vielleicht lohnt sich daher mal der Blick auf Deine Glaubensmuster.

Was sind Glaubensmuster und was haben sie mit Deinen Konflikten zu tun?

Als Glaubensmuster bezeichnet man tief verankerte innere Überzeugungen darüber, wie wir selbst, andere Menschen und die Welt funktionieren. Sie entstehen aus Erfahrungen, Erziehung und unserem sozialen Umfeld. Sie beeinflussen, wie wir Situationen bewerten, was wir erwarten und wie wir reagieren zum Beispiel in Beziehungen, im Beruf oder eben auch in Konflikten. Kurz gesagt sind Glaubensmuster die inneren Filter, durch die wir die Welt betrachten.

Glaubensmuster können z.B. lauten: „Ich darf niemanden enttäuschen“, „Ich muss stark sein“, „Meine Bedürfnisse sind nicht so wichtig“. Solche Überzeugungen wirken zunächst selbstverständlich. Gerade deshalb merken wir häufig gar nicht, wie sehr sie unser Verhalten unterbewusst bestimmen und zum Muster für unser Konfliktverhalten werden. Wer gelernt hat, Konflikte zu vermeiden, schluckt Ärger herunter, bis der Konflikt dann eskaliert. Wer dagegen schnell das Gefühl hat, in Verteidigung gehen zu müssen, reagiert möglicherweise schon auf kleine Bemerkungen mit Flucht oder Angriff. Und plötzlich wiederholt sich ein bekanntes Muster – nur in neuer Besetzung.

Good News: Nicht jeder Konflikt liegt an uns

Natürlich liegt nicht jeder Konflikt an uns selbst. Manchmal passt ein Job tatsächlich nicht, eine Freundschaft trägt nicht mehr oder eine Beziehung tut uns nicht mehr gut. Trotzdem lohnt sich die Frage: Was wiederholt sich bei mir? Denn wir können den Job wechseln, Beziehungen und Freundschaften beenden, aber unsere Muster haben wir immer im Handgepäck dabei.

Eigene Konfliktmuster erkennen

Der entscheidende Schritt ist deshalb, sie überhaupt zu erkennen. Wann fühle ich mich übergangen, kritisiert und nicht gesehen? Was löst das in mir aus? Welche innere Überzeugung könnte dahinterstecken?

Glaubensmuster verändern und neue Wege gehen

Wenn wir unser Muster erkennen, entsteht Wahlfreiheit. Wir können früher Grenzen setzen, klarer kommunizieren oder einen Konflikt ansprechen, bevor er sich festfährt. Frag Dich in Zukunft nicht: „Warum passiert mir das immer wieder?“. Frag Dich lieber: „Was möchte ich beim nächsten Mal anders machen?“

WOMAN become yourself Impuls

Beobachte Dich in dieser Woche. Achte auf Situationen, die sich „vertraut schwierig“ anfühlen.

Frag Dich: welches Gefühl kommt in dieser Situation regelmäßig in mir hoch?

Beobachte Deine automatische Reaktion, bevor Du handelst.

Frag Dich: was könnte ich konkret beim nächsten Mal in dieser Situation ändern?

Erinnere Dich: Du hast die Wahl und Veränderung beginnt oft mit einem einzigen Satz….