Schuld und Scham – zwei Gefühle, die uns klein machen können
Schuld und Scham gehören zu den Gefühlen, über die wir nicht besonders gern sprechen. Wir verstecken Sie daher ganz tief in unserem emotionalen Keller. Dabei kennt sie doch fast jeder:
Schuld und Scham gehören zu den Gefühlen, über die wir nicht besonders gern sprechen. Wir verstecken Sie daher ganz tief in unserem emotionalen Keller. Dabei kennt sie doch fast jeder:
Kennst Du das auch? Im Job gerätst Du regelmäßig mit ähnlichen Kolleg:innen aneinander. In Freundschaften fühlst Du Dich häufig nicht wirklich gesehen. In Beziehungen tauchen nach einiger Zeit Konflikte auf, die sich irgendwie immer gleich anfühlen. Die Personen wechseln – und Du hängst in alten Mustern fest?
Urvertrauen ist kein lautes Gefühl. Es ist eher ein stiller Hintergrundton. So etwas wie die innere Gewissheit, vom Leben getragen zu werden – auch wenn alles um Dich herum ins Schwanken geraten ist.
Selbstoptimierung – ein Begriff, der mir aktuell an vielen verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder begegnet: wir tracken unseren Schlaf, zählen die täglichen Schritte und optimieren unsere Morgenroutine. Sich selbst zu optimieren – klingt ja auch erst mal gut: besser werden, effizienter arbeiten, klarer kommunizieren. Kurz gesagt: die beste Version seiner selbst werden – wer will das nicht?
Inzwischen arbeiten wir in den unterschiedlichsten Bereichen fast täglich mit Künstlicher Intelligenz. Auch wenn die Nutzung von KI ein ganzes Bündel von Fragen aufwirft wie z.B. im Zusammenhang mit dem Schutz sensibler Daten oder der Haftung, wenn die KI mal wieder halluziniert oder auch Ängste vor Jobverlust oder Veränderung des Aufgabenprofils schürt, ist die größte Sorge wohl weniger die KI selbst, sondern der unreflektierte Umgang mit ihr.
Letzte Woche in einer Diskussion über aktuelle Themen, Gott und die Welt stellte mein Gesprächspartner plötzlich folgende Frage: „Warum müssen wir eigentlich immer eine Meinung haben?“ Nach einer kleinen Pause haben wir zunächst gelacht, aber keine Antwort auf diese Frage gefunden. Ich habe aber noch in den nächsten Tagen gemerkt, dass mich diese Frage nicht losgelassen hat.
Kennst Du die innere Stimme in Deinem Kopf? Die, die Dir morgens schon sagt: „Na, wieder zu spät? Läuft ja wieder richtig gut bei Dir.“ Die, die abends dann ergänzt: „Und was ist heute wieder alles liegen geblieben? Wolltest Du nicht heute noch das Angebot rausschicken und den Rasen mähen?“
Kennst du diese Stimme in deinem Kopf, die sich meldet, wenn du etwas Neues ausprobieren möchtest? „Lass es lieber.“ „Das wird peinlich“. „Das klappt doch eh nicht“. Ich nenne sie gern meine innere Drama-Queen. Sie ist perfekt darin Katastrophen zu planen – ohne Rücksicht auf die Realität.
Mein Vater sagte immer: „Wenn Du nichts Positives über eine Person zu sagen weißt, dann halte lieber den Mund!“ Je älter ich werde, je mehr finde ich die Wahrheit hinter diesen Worten.
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – dieser Satz aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse verspricht Hoffnung, Aufbruch, Leichtigkeit und vielleicht auch ein wenig Neugier. Doch wenn wir ehrlich sind, fühlt sich ein Anfang oft ganz anders an: schwer, zäh, überfordernd – statt Zauber fühlen wir Widerstand.