Urvertrauen – das leise Fundament in uns
Urvertrauen ist kein lautes Gefühl. Es ist eher ein stiller Hintergrundton. So etwas wie die innere Gewissheit, vom Leben getragen zu werden – auch wenn alles um Dich herum ins Schwanken geraten ist.
Die Kindheit als Basis für unser Urvertrauen
Seinen Ursprung hat Urvertrauen regelmäßig am Anfang unseres Lebens. Es entsteht dort, wo wir als Kind erfahren: Ich werde gesehen. Ich werde gehalten. Ich bin sicher. Diese frühen Erfahrungen prägen unser Nervensystem und unser Selbstbild. Fehlt diese Sicherheit, bauen wir im Erwachsenenalter einen Schutzwall um uns herum: Kontrolle statt Vertrauen, Anspannung statt Gelassenheit.
Was Urvertrauen mit Resilienz zu tun hat
Menschen mit stabilem Urvertrauen gehen anders durch Krisen. Sie zweifeln auch, fallen aber nicht ins Bodenlose. Sie haben eine Art „inneren Boden“, der sie auffängt. Urvertrauen ist außerdem das Fundament für Resilienz. Wer sich innerlich getragen fühlt, kann besser mit Unsicherheiten umgehen, schneller wieder auf die Beine kommen und bleibt handlungsfähig, auch wenn es mal schwierig wird.
Urvertrauen als gesellschaftliche Aufgabe
Urvertrauen ist dabei nicht nur ein individuelles Thema. Es hat auch eine gesellschaftliche Dimension. Eine Gesellschaft, in der vielen Menschen innerlich unsicher sind, wird schneller laut, härter und polarisierter. Vertrauen in sich selbst und in andere ist die Grundlage für Dialog und sozialen Zusammenhalt. Urvertrauen zu stärken ist deshalb für mich nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe.
Wie Du Dein Urvertrauen stärkst
Unabhängig von den kindlichen Erfahrungen lässt sich Urvertrauen auch später noch stärken. Das passiert nicht von heute auf Morgen, sondern ist ein Weg aus vielen kleinen Schritten. Verlässliche Beziehungen, in denen wir so sein dürfen, wie wir sind, stärken unseren Selbstwert dauerhaft. Auch Kontaktaufnahmen mit unserem Körper z.B. durch Yoga, Qigong, Progressive Muskelentspannung oder Meditation tragen dazu bei, den eigenen Körper (wieder) als sicheren Ort wahrzunehmen und Vertrauen von innen heraus aufzubauen. Dabei wirkt ein freundlicher Umgang mit Dir oft tiefer als jede Selbstoptimierung.
WOMAN become yourself Impuls:
AAA- Reset – 2 Minuten täglich für mehr Urvertrauen
1. Ankommen (30 Sekunden)
Spür kurz den Boden unter Deinen Füßen oder Deinen Körper auf dem Stuhl. Ein Gedanke: „ich bin hier„.
2. Atmen (40 Sekunden)
Einatmen 4 Sekunden – ausatmen 6 Sekunden (4-5 Atemzüge)
3. Ausrichten (40 Sekunden)
Frag Dich:
Was ist gerade wirklich los bei mir – ohne Drama?
Was ist mein nächster Schritt?